Eine Reise nach Thailand: Handwerkstraditionen in Chiang Mai

Das Besondere und Einzigartige der verschiedenen Handwerkskulturen und Traditionen unterschiedlicher Völker macht die Welt so bunt. Mit der Globalisierung nivellieren und vermischen sich die Spezialitäten der unterschiedlichen Regionen immer mehr miteinander. Techniken und Dekorationsstile reisen um die Welt. Sie sind Inspirationsquelle für Kreative und Gestalter, die sie in grenzenloser Anverwandlung weiter entwickeln. Umso beglückender wird die Entdeckung authentischer Quellen regional gepflegter Handwerkskultur.

Zu solch einer beglückenden Reise nach Thailand brachen Niki und Christoph Rath im März diesen Jahres auf. Niki Rath berichtet euphorisch darüber, die Handwerkstraditionen ferner Länder aufzuspüren, ihre Geschichte und Philosophie, exotische Rohstoffe und Produkte kennen zu lernen, Gegenstände zu fühlen, riechen, schmecken – und dabei viele Unterschiede aber noch viel mehr Gemeinsamkeiten mit dem Europäischen Handwerk wahrzunehmen.

Die nordthailändische Provinz Chiang Mai stand im Fokus dieser Reise zur Erforschung und Dokumentation der Entwicklung des traditionellen Handwerks in dieser Region. Sie liegt im hohen Norden von Thailand und wird von den Ausläufern des Himalaya beherrscht.

Stilecht wurde im Rice Barn Baumhaus BaanBooLoo Guesthouse übernachtet das in Harmonie mit den natürlichen Gegebenheiten in traditioneller Holzbauweise errichtet wurde. Die Architektur ist ideal auf den Schutz vor Hitze, Regen und Wind abgestimmt.

Bei einer Aussentemperatur von 44°C bummelten Niki und Christoph Rath durch palastähnliche Holztraumhäuser im LanNa-Stil (Königsdynastie in Chiang Mai vom 13. bis 18.Jh.) Hier befinden sich die Werkstätten der ChiangMai Celadon Company mit ihren 1000 °C heissen Brennöfen und man kann genau die Entstehung der traditionellen, lindgrün glasierten „Celadon“ Keramik verfolgen.

Besonders begeistert waren die Raths von den so exotisch-bunt-freundlichen Sonnen-Regen-Was-auch-immer-Bambus-Schirmen des Umbrella-Making-Centers von Chiang Mai. Jeder Arbeitsschritt wurde akribisch dokumentiert und natürlich wurden auch einige Schirme „exportiert“.

Ins Staunen gerieten die Besucher angesichts der feinen Arbeit der Seidenweber- und Weberinnen der  Broquate Thai Silk in Lamphun Co. –  jeder einzelne Goldfaden ließ sich verfolgen, wie er gemeinsam mit, von den fleißigen Seidenraupen der Maulbeerbaumplantage im Vorgarten gesponnenen Rohseidenfäden, langsam und stetig zu einem europäisch anmutendenden Stück feinster Brokatseide wurde.

Fasziniert von dieser exotischen Welt, den neuartigen Gerüchen, den ungewohnten Geschmackseindrücken, den aussergewöhnlichen Landschaften, der Flora und Fauna, der speziellen Baustile und ganz besonders der handwerklichen Kunstfertigkeiten dieser anderen Kultur, kehrten Niki und Christoph Rath zurück. Als Souvenirs im besten Sinne haben sie uns einige handwerkliche Reiseerfahrungen mitgebracht, die wir im Blog für Sie veröffentlichen.

Die Tempelanlage Wat Phra That Doi Suthep ist das Wahrzeichen Chiang Mais - die vergoldetete Chedi, soll eine Reliquie des Buddha enthalten.
Die Tempelanlage Wat Phra That Doi Suthep ist das Wahrzeichen Chiang Mais – die vergoldetete Chedi, soll eine Reliquie des Buddha enthalten.